Fahrradliebe auf der VELO Berlin

10.04.2018

Fahrradliebe auf der VELO Berlin!

Endlich ist es soweit! Am Wochenende vom 14. – 15.04. findet  auf dem Tempelhofer Feld die VELOBerlin statt, eine riesen Messe rund ums Fahrrad und urbane Mobilität. Neben 300 Austeller*innen, mit ihren e-bikes, Trekking- und Rennrädern sowie Travel – und Adventure Ausrüstung jeder Façon, gibt es das Testivalgelände (inkl. Modular Pumptrack, Minidrome, Mountainbike Parcours), auf dem fast jedes Exemplar probegefahren werden kann!

Vor allem aber finden jede Menge Aktionen und aufregende Shows statt: Samstag von 18:00 – 19:30 Uhr richten die Cargo Bike Fans Berlin die CargoBikeParade & Demo für bessere Cargobike-Infrastruktur aus, bei der alle gemeinsam durch die Stadt radeln und für bessere Bedingungen für Radfahrende und Fußgänger*innen demonstrieren. Am Sonntag ab 11:30 Uhr findet dann das 4. International Berlin Cargo Bike Race 2018 statt! Spaß beim Mitfahren sowie beim Zuschauen ist auf jeden Fall garantiert.

Wer das Fahrrad nach der Winterpause wieder fit für den Straßenverkehr machen möchte, kann an beiden Tagen zum ADFC Frühlings-Check kommen. Dort prüfen ADFC-Mechaniker*innen Fahrräder auf Verkehrssicherheit und machen Licht- und Bremsanlagen wieder voll funktionsfähig. Auch kleinere Reparaturen werden kostenlos vor Ort erledigt.

Neben all den aufregenden Events geht es aber, wie bei unserem KLAK-Projekt, vor allem darum, die Zukunft aktiv und nachhaltig zu gestalten! Dem Fahrrad als Teil dieser Zukunft wird von allen Seiten Raum gegeben, und gezeigt was bereits möglich ist und was noch möglich gemacht werden muss. Initiativen, Verbände, Organisationen und alle Radfahrenden selbst sind Teil dieser Bewegung, die am Wochenende gefeiert wird.


Liebe deinen Abfall

27.03.2018

Liebe deinen Abfall

Coline Billon, die Gründerin von „La Tricyclerie“ erschafft die urbane Logistik der Zukunft. Ihre Idee beinhaltet die Lust am Fahrradfahren und Müll, der zu Dünger wird. Was genau das bedeutet?

Mehrmals pro Woche fahren sie und eine Schar Freiwilliger in ihrer Heimatstadt Nantes mit dem Lastenfahrrad zu Restaurants, Büros und Events. Dort holen sie ökologische Abfälle ab und bringen sie zu nahegelegenen Kompoststellen. Der dort gewonnene Kompost wird dann als Dünger für Landwirtschaft und Gartenprojekte genutzt. So einfach kann es gehen.

Obwohl der Bioabfall eine außergewöhnlich wertvolle natürliche Ressource ist, wurde er in Nantes vorher größtenteils verbrannt. Das wollte Coline Billon mit einem neuen sozialen und solidarischen Projekt ändern.

Bei ihren Abholtouren verwandeln die Kompostabholer*innen den Müll wieder in eine wertvolle Ressource. Was sonst für immer verloren wäre, wird bei ihnen wieder in den natürlichen Lebensmittelkreislauf eingeschleust. Nebenbei vernetzen sie die Stadtteile und es entsteht Gemeinschaft, wo vorher nur überflüssiger Müll war. Und das alles ganz ohne Schadstoffausstoß – eine ziemlich geniale Idee!

Wenn ihr mehr erfahren wollt, dann könnt ihr die Homepage von „La Tricyclerie“ besuchen, die es leider bisher nur auf Französisch gibt. Oder ihr versucht es auf Facebook, wo man euch auch gerne auf Englisch antwortet.


Die Schokofahrt - emissionsfrei Lebensmittel transportieren

19.03.2018

Die Schokofahrt - emissionsfrei Lebensmittel transportieren

Mal angenommen, es wäre möglich den ganzen CO2 -Ausstoß beim Transport unserer Lebensmittel zu vermeiden und stattdessen jede Menge Spaß zu haben. Das ist keine fixe Idee, sondern die Realität:  Anstelle von LKWs und riesigen Containerschiffen, geht es hier um Menschen und ihre Lastenräder.

„Ein bunter Haufen begeisterter Menschen auf Fahrrädern, der gerne gute Schokolade isst“ trifft sich in verschiedenen Städten Deutschlands und Österreichs und fährt auf Lastenrädern  gen Holland los, um sich dann alle gemeinsam bei den Chocolatemakers in Amsterdam einzufinden. Die Schokolade, die sie dort abholen ist unter biologischen, nachhaltigen und fairen Bedingungen angebaut, geerntet und gehandelt. Außerdem hat sie den Weg aus der Karibik nach Europa emissionsfrei per Segelschiff ausschließlich mit Windkraft zurückgelegt. Das letzte Stück des Weges meistert die Schokolade dann auf den Lastenrädern, auf denen sie in die Heimatstädte zurück transportiert und dort entweder direkt von den Radler*innen verspeist oder an bestimmten Orten verkauft wird.

Anstelle die Umwelt weiter zu verschmutzen, werden so Menschen, Ideen und Projekte miteinander verbunden und Lebensmittel gewertschätzt.

Dieses Jahr findet die Tour Ende März statt – am 31. März trifft man sich bereits in Amsterdam. Falls du noch kurzfristig versuchen willst dabeizusein, findest du hier Infos darüber, ob es in deiner Gegend bereits eine der dezentral organisierten Gruppen gibt – ansonsten nächstes Jahr! Noch mehr Infos zur Fahrt, einen Trailer und Erfahrungsberichte findest du auf der Homepage von der Schokofahrt.

Foto: Simon Chrobak / Lasse – dein Lastenrad für Münster

Foto: Simon Chrobak / Lasse - dein Lastenrad für Münster

Fahrradtour Ecotopia

22.02.2018

Ecotopia Biketour

Wie kann Fahrradfahren, politischer Aktivismus und nachhaltiges Zusammenleben verbunden werden?

Die Ecotopia Biketour zeigt, wie es geht! Jedes Jahr organisiert die internationale Community eine Fahrradtour quer durch Europa. Dabei werden soziale und ökologische Projekte vor Ort besucht, gemeinsam vegan gekocht (auch mal containert),  Wissen geteilt und Entscheidungen im Konsens getroffen. Über drei Sommermonate führt die Tour dieses Jahr von Südfrankreich nach Nordspanien bis nach Portugal. Die meisten der zwischen 20 und 40 Fahrradfahrer*innen radeln für zwei, drei Wochen eine Teilstrecke mit. Die Ecotopia Biketour soll für alle Interessierten möglich sein, deswegen wird unter anderem auch nur ein Spendenbetrag von 3-5 Euro pro Tag vorgeschlagen.

Derzeit werden noch spannende Projekte auf der Strecke gesucht und die Tour vorbereitet. Da die Fahrradtour selbstorganisiert wird, ist jede Unterstützung gern gesehen.

Hier gibt es noch mehr Infos: https://www.ecotopiabiketour.net


Fahrradkino Goethe Gymnasium

Fahrradkino 2.0

08.01.2018

Fahrradkino 2.0

Anforderung 2.0:
Ein Fahrradkino muss einfach und schnell aufgebaut werden können, die Software stabil laufen, die Visualisierung leicht verständlich sein, das Gewicht minimiert und eine ausführliche Dokumentation vorhanden sein. Dann wird auch eine Tour duch Deutschland möglich sein.

Eine kurze Geschichte des KLAK Fahrradkinos:
2011 begann Solare Zuknft e.V. mit der Entwicklung eines Fahrradkinos. Über drei Jahre hinweg konnte das Team des Vereins dank einer Förderung des Freiburger Energieversorgers badenova das erste Fahrradkino entwickeln und mehrfach einsetzen. Die Fahrradkinoaktionen erfoderten jedoch einen hohen personellen und zeiltlichen Einsatz. Alleine das Gewicht der beiden 12 Volt Akkus betrug 60kg. Zu jedem der 10 Rollentrainer wurde ein eigenes Kabel gelegt. Das war aufwändig und führte zu potentiellen Stolperfallen. Dennoch was das Konzept der Datenvisualisierung auf dem Bildschirm für das Publikum nachvollziehbar und für die Radler*innen sehr sinnvoll. Eine Leiste am oberen Bildschirmrand gibt allen 10 Energielieferant*innen ein Feedback, ob sie genügend (grün), zu viel (gelb) oder zu wenig (rot) Energie erzeugen. Kurzum: es war gut, aber da ging noch mehr.

Fahrradkino 1.0 und das KLAK Projekt:
Nachdem Version 1 zwar mit hohem Aufwand aber mit Erfolg zum Einsatz kam, entstand die Idee das Fahrradkino in Deutschland bekannter und verfügbarer zu machen. Solare Zukunft nahm Kontakt zu anderen Initiativen auf (siehe Karte) und sammelten Ideen, wie möglichst viele Menschen erreicht werden können. Zur gleichen Zeit die Ausschreibung für die Nationale KlimaschutzIntitive des BMUB raus. Somit konnten die Ideen innerhalb einer Projektskizze weiter ausgebaut werden.

Nachdem der Projektantrag positiv bewertet wurde, konnten zwei neue Fahrradkinos in Auftrag gegeben werden. Beim Kick-off Meeting im Juni 2016  wurde das Fahrradkino 1.0 vorgestellt.

Fahrradkino 2.0: Weitere Optimierung durch praktische Erfahrung:
Es folgten viele Einsätze an Schulen, bei Veranstaltungen und Festivals. Durch die Erfahrung konnten noch weitere Optimierungen vorgenommen werden:
a) Verbesserte Rollentrainer, die das Einspannen der Räder vereinfachen
b) Einfache Bedienbarkeit der Zentraleinheit
c) Verbesserte Akkuladefunktion
d) Optimierung der visuellen Darstellung
e) Stabilisierung der Software
f) Umfangreiches Datenlogging
g) Zwei Kabelbäume für jeweils 5 Räder
h) Videotutorial zum Prinzip und Aufbau

Dieses Jahr stehen viele Einsätze bevor. Ein Fahrradkino wird von Freiburg nach Erfurt umziehen. Und wenn die Tage wieder etwas länger werden steht die KLAK Fahrradkinotour auf dem Kalender. Quer durch Deutschalnd wird das KLAK Team in verschienden Städten halt machen, mit Initiativen vor Ort Fahrradkino-Events durchführen und dabei die aus unserem Drehbuchideenwettbewerb entstandenen Kurzfilme zeigen.

Sehr gefragt ist inzwischen auch die FahrradDisco, die inzwischen um einen Subwoofer ergänzt wurde.


Interview mit Tim Baudermann von Oekotrainer

23.11.17

Interview mit Tim Baudermann von Oekotrainer

Ein wichtiger Teil unseres Fahrradkinos sind die Rollentrainer zum Einspannen und zur Energieerzeugung der Fahrräder – bei uns die sogenannten Oekotrainer von Tim Baudermann. Wir haben Tim ein paar Fragen zu seinem Produkt gestellt, hier könnt ihr seine Antworten nachlesen:

Wie kam die Idee zur Entwicklung des Oekotrainers?
Das war zunächst eine rein private Entwicklung. Ich wollte den Mangel an Sport in meinem Leben mit der Tatsache in Verbindung bringen, dass ich sehr viel am Rechner arbeite. So entstand die Idee den Strom für den Rechner mittels Muskelkraft selbst zu erzeugen. Nachdem sehr viele Bekannte große Begeisterung für meine Eigenentwicklung gezeigt haben,  habe ich mehrere Trainer gebaut und über Ebay verkauft. Das hat so gut funktioniert, dass ich beschlossen habe die Sache zunächst nebenberuflich weiter zu verfolgen.

Welche Hürden gab oder gibt es bei der Entwicklung und dem Vertrieb?
Die größten Hürden habe ich erst später entdeckt: Das sind Vorgaben, die oft Sinn machen, aber in der Umsetzung für große Unternehmen gemacht und für kleine Anbieter nur sehr schwer umsetzbar sind. Die Rede ist von DIN-Normen, CE-Kennzeichnung, Elektrogesetz, Verpackungsverordnung, Batterieverordnung, Gewerbeordnung, RoHs … um nur mal ein paar zu nennen. Man kann da nur versuchen alles richtig zu machen und zu hoffen, dass keiner was findet was man doch falsch macht.

Wer sind deine häufigsten Kunden?
Die meisten Kunden kommen, zumindest gefühlt, aus dem Bereich Umweltpädagogik, dicht gefolgt von Werbeagenturen. Ich habe mir Anfangs Gedanken über den Sinn des Einsatzes der Oekotrainer in der Werbebranche gemacht. Das tolle am Oekotrainer ist aber, dass der pädagogische Effekt fast nicht ausbleiben kann.

Was ist für dich der wichtigste Aspekt der ganzen Idee?
Ganz klar: Der pädagogische. Die Menschen müssen lernen, sorgsamer mit Energie umzugehen. Offensichtlich wissen viele Menschen aber gar nicht wieviel Energie welches Gerät benötigt. Zudem kommt, dass für viele Menschen alles was mit Strom zu tun hat sowieso ein rotes Tuch ist. Mit dem Oekotrainer kann man spüren wieviel Energie welches Gerät verbraucht; und das in Verbindung mit einem emotional geprägten Erlebnis. Das ist etwas was man nicht so schnell wieder vergisst und aus dem man (hoffentlich) Konsequenzen für seinen eigenen Alltag zieht.

In einem Satz: Warum sollte man sich einen Oekotrainer zulegen?
Der Oekotrainer ermöglicht es viele Menschen zum sorgsamen Umgang mit Energie anzuregen ohne dabei dogmatisch zu wirken.


Tanz mit dem Fahrradkino 2.0 von Solare Zukunft e.V.

24.03.17

Tanz mit dem Fahrradkino 2.0 von Solare Zukunft e.V.

Anfang März hatten wir die Gelegenheit unser Fahrradkino 2.0 zu testen. Wir waren ziemlich aufgeregt, denn bis zu diesem Zeitpunkt konnten wir das System nur im Labor testen. Die Realanwendung mit 10 unberechenbaren Menschen lässt sich im Labor nicht simulieren.
Der Ort des Geschehens: UWC Robert Bosch College in Freiburg. Eine internationale Schule mit 25 Nationalitäten, 200 Schüler*innen und einem sehr passenden Mission-Statement:
„UWC macht Bildung zu einer Kraft, die Menschen, Nationen und Kulturen für Frieden und eine nachhaltige Zukunft vereint.”
Beim Aufbau wurden wir tatkräftig unterstützt, so dass wir vor dem Filmstart noch genügend Zeit hatten, um die ersten praktischen Tests vorzunehmen. Puh, alles war ok soweit! Und auch danach, als die Schüler*innen kamen und die 10 Generatoren für zwei Stunden unter „Human Power“ standen, war alles wie erhofft.
Während des Films wurden sogar die Akkus noch etwas geladen, d.h. die Radler*innen haben mehr elektrische Energie erzeugt als der Beamer, die Soundanlage und der Laptop benötigten.
Deshalb war die anschließende Fahrrad-Disco mit nur drei Fahrrädern eine entspannte Angelegenheit. Die Energiequelle Mensch sorgte für Sound, Licht und gute Stimmung!
Wir waren nach diesem Abend erleichtert, dass unsere neue Technik unter Dauerlast funktioniert, beeindruckt von der Leistung der Studierenden und erfreut über die positive Reaktion der Besucher*innen.