Zelebrieren der landwirtschaftlichen Kultur beim Fahrradkino #11 in Freiburg

26.07.2018

Zelebrieren der landwirtschaftlichen Kultur beim Fahrradkino #11 in Freiburg

Landwirtschaft als wertvolle Kultur feiern, das klingt genau nach unserem Geschmack! Deshalb fand unser Fahrradkino in Freiburg auf dem AgriKultur Festival statt. Dieses setzt sich für einen Wandel in unserer Produktions- und Konsumkultur ein. Nahrungsmittel sollen regional, ökologisch, klimafreundlich, fair und kleinbäuerlich produziert werden, sowohl im ländlichen Raum, als auch in unseren Städten.

Auf dem Festival gab es dann auch viel zu entdecken: Pommes aus regionalen Kartoffeln, tolle Konzerte, Kindertheaterworkshops, Info- und Bauernmarkt, aber auch informativen Input, wie Vorträge über die Solidarische Landwirtschaft und europäisches Soja. Des Weiteren gab es Workshops, bei denen man sich praktisch nachhaltiges Wissen aneignen konnte, wie zum Beispiel Sensen für Einsteiger*innen oder Naturpflanzenkunde für Dummys.

Natürlich wurde das Festival bereichert durch unseren KLAK Fahrradkinostand, bei dem sich unsere geupcycelten Schlüsselanhänger und Siebdruck sehr großer Beliebtheit erfreuten. Statt nur Schlüsselanhänger wurden die Upcycler*innen kreativ und fertigten auch Gürtelschnallen und Fahrradzubehör an.

Ein Highlight bei unserem Fahrradkino war die Anwesenheit des ZDFs, das  unseren Projektleiter Rolf Behringer interviewte. Wir konnten mit einer komplett vollen Bude aufwarten (dieses Mal fand das Kino in einem abgedunkelten Pavillon statt) und trotz donnernden Gewitters blieben unsere Zuschauer*innen und Strampler*innen (größtenteils) trocken.

Und es kamen diesen Abend auch zwei Ehrengäste: Luca Ferroni, der Drehbuchautor von CHANGE, und Jule Fröhlich, die Drehbuchautorin von 15 MINUTES LEFT.

Nach unserem KLAK Kurzfilmprogramm zeigten wir noch den 80 minütigen Film „Wastecooking- Essen, was andere verschwenden“ in Kooperation mit dem  Greenmotions-Filmfestival, bei dem auf sehr schöne Weise die Möglichkeiten und Grenzen der Abfallreduzierung bei Nahrungsmitteln in Europa aufgezeigt wurde. Aufgrund der diesmaligen Länge unserer Vorstellung konnten nur wenige Zuschauer*innen bis ganz zum Ende bleiben und einige mussten auch ihre Fahrräder vorzeitig wieder mitnehmen. So reduzierte sich die Anzahl der Strampler*innen Schritt für Schritt und obwohl es nicht mehr viele Menschen auf den Bänken gab, wechselten sich die Übriggebliebenen bis zum Schluss ab, sodass der letzte Film bei 22% Akkustand bis zum Ende gezeigt werden konnte. Wie Rolf Behringer passend zusammenfasste: beim Fahrradkino müssen sich alle unterstützen, damit die Gemeinschaft profitiert und je mehr Leute etwas tun, desto besser für alle – genauso wie beim Klimaschutz.


KLAK Fahrradkino #10 beim NaturVision Filmfestival in Ludwigsburg

25.07.2018

KLAK Fahrradkino #10 beim NaturVision Filmfestival in Ludwigsburg

Wilde Löwen, wehrhafte Gemeinden und weltweite Umweltbewegungen. Auf dem NaturVision Filmfestival wurden sowohl globale ökologische / ökonomische Krisen und die Ressourcenausbeutung thematisiert, wildes Tier- und Pflanzenleben gezeigt, als auch Filme und Dokus mit Lösungsansätzen für unsere krisengeprägte Zeit geboten. So haben wir dort neben Bildung über ein weit gefächertes Themengebiet vor allem eines erhalten: Hoffnung auf eine sich wandelnde Welt.

Das NaturVision Fimfestival fand im Ludwigsburger Zentrum im „Central Kino“ in mehreren Kinosälen sowie auf der Outdoor Leinwand parallel statt. In drei Tagen gab es demnach ein riesen Angebot an großartigen Filmen, sogar mit einigen Weltpremieren, unter anderem von „Climate Warriors“, einem kämpferischen Film, der den Aktivist*innen der Klimagerechtigkeitsbewegung eine Stimme verleiht. Desweiteren wurde die ARTE-Produktion „Tomorrow“ gezeigt, zwar kein neuer Film, aber immer wieder eine große Inspiration und Hoffnungsträger was die Handlungsspielräume lokaler Bewegungen betrifft.

Auch einer unserer Klimakurzfilme „Plastic Seas“ war für den Kurzfilmwettbewerb „(Un)Endlichkeit des Plastiks“ nominiert.

Das Filmfestival überzeugte jedoch nicht nur mit der inhaltlichen Auswahl der Filme, sondern auch mit einer perfekten Veranstaltungsorganisation, trotz vieler logistischer Herausforderungen.

Neben den Filmen gab es auf dem Arsenalplatz den Übermorgenmarkt, auf dem nachhaltige und zukunftsfähige Produkte angeboten wurden. So gab es dort Kaffeetassen, die aus Kaffeesatz produziert wurden, Tacker, die keine Tackernadeln benötigen, fair gehandelte Produkte direkt von den Produzent*innen aus Portugal und vieles mehr, das zu entdecken große Freude bereitete.

Gleichzeitig wurden beim Outdoor Kino noch Expert*innen des Gesellschaftswandels interviewt, unter anderen der Ludwigsburger Tatort Kommissar Andreas Hoppe, der sich seit Jahren für die Umweltbewegung einsetzt, mit einem Foodsharing Aktivist und KLAKs Projektkoordinatorin Schirin Shahed.

Auch unser Fahrradkino im gemütlichen Biergarten hat uns aufgrund des besonderen Ambientes gut gefallen. Insgesamt verlassen wir das NaturVision Filmfestival begeistert – unglaublich informativ, kritisch und konstruktiv zugleich und sehr lehrreich. Genau das sollte es in jeder Stadt geben!


Diskussionen über die Zukunft einer Stadt beim Fahrradkino #9 in Augsburg

22.07.2018

Diskussionen über die Zukunft einer Stadt beim Fahrradkino #9 in Augsburg

In Augsburg waren wir Teil der „Ausgburger Radlwoche“, die mit vielen wichtigen Akteur*innen die Zukunft ihrer Stadt thematisierte. 

Am 9. Juli machte KLAK Halt bei der ersten „Augsburger Radlwoche“ auf dem Domvorplatz der malerischen alten Römer- und Handelsstadt. Damit folgten wir der Einladung des Kommunalen Energiemanagements im Hochbauamt der Stadt Augsburg.

Auf dem Mitmach-Jahrmarkt für Interessierte rund um das Thema Fahrrad und nachhaltige Mobilität gab es eine Fahrradwaschanlage, Upcycling-Workshops, Foodsharing Augsburg, verschiedene Infostände, z.B. des ADFC Augsburg, wo Lastenfahrräder vorgestellt werden und eine Frage-Antwortmaschine von Greenpeace Augsburg mit einem sechsrädrigen, pedalgetriebenen Fahrrad, genannt „Radldiwan“. Wir hatten jede Menge Spaß!

Ein besonderer Höhepunkt und Anlass zur Hoffnung auf eine bessere Zukunft war die Diskussionsrunde, die um 20.00 Uhr unter dem Titel “Augsburg – Fahrradstadt 2020: Wo ist die Luft raus? Wir flicken das und pumpen auf!“ stattfand. Dabei trafen sich Akteur*innen der nachhaltigen Mobilität und Vertreter*innen der Stadt Augsburg, um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ihres Lebensraumes zu besprechen.

Seit 2012 hat sich die Stadt unter dem Motto „Augsburg – Fahrradstadt 2020“ das Ziel auf die Fahnen geschrieben, in 18 Jahren zur fahrradfreundlichen Stadt zu werden. Diskutiert wurde, warum das Projekt Fahrradstadt seitdem (wortwörtlich) noch nicht so richtig an Fahrt aufgenommen hat. So fehlte es zunächst an entsprechender Finanzierung dann an ausreichend Personal um Teilprojekte, wie zB. wichtige Fahrradwege auszubauen und nicht zuletzt am Bewusstsein und Willen in der Bevölkerung, das Auto stehen zu lassen und sich öfter aufs Radl zu schwingen.

Augsburg versucht jetzt einen Neustart und dazu zählt auch die erste „Augsburger Radlwoche“. Wir freuten uns mit dem Fahrradkino ein Teil davon zu sein, um dem Traum von der fahrradfreundlichen Stadt neue Energie zu verleihen.

Das dieses Energiepotential bei den Augsburger*innen vorhanden ist, steht außer Frage, denn zum KLAK-Fahrradkino erstrampelten sie den zweithöchsten Wert der gesamten Tour. Wir schauen deshalb mit ihnen optimistisch in die Zukunft und Wünschen der Fahrradstadt Augsburg und ihren sympathischen Bewohner*innen viel Erfolg und alles Gute für ein radlndes Augsburg 2020!

Projektpartner*Innen bei der Durchführung der Fahrradkino-Veranstaltung waren die Umweltstation, das Umwelt- und Tiefbauamt der Stadt Augsburg, die Stadtwerke Augsburg, der örtliche ADFC Kreisverband, Bikekitchen, Greenpeace Augsburg, Fachforum Verkehr der Lokalen Agenda 21 und das GreenOffice Augsburg.


Autofreier Raumgenuss beim Fahrradkino #7 in Hannover

19.06.2018

Autofreier Raumgenuss beim Fahrradkino #7 in Hannover

In Hannover durften wir wieder etwas Wunderschönes erleben. Beim Straßenfest im JAMIEL-Kiez in Linden-Mitte hat sich Politisches und Persönliches in einem tollen Event vermischt. Denn dort hat sich eine relativ junge Nachbarschaftsinitiative gegründet, deren designiertes Ziel es ist, ihre Umgebung lebenswerter, aber auch zukunftsfähiger zu gestalten . Nachbar*innen verschönern und dekorieren nicht nur die Straßen, sondern  setzen sich auch für Verkehrsberuhigung bzw. Autosperrungen in ihrem Kiez ein.

Denn es gibt viele Dinge, die getan werden können, um sich gegen die destruktiven Realitäten der Welt zu stellen, so die Grundidee. Aber auch, dass es viele Ansätze gibt, um etwas zu verändern, die nicht nur Verzicht bedeuten, sondern auch Bereicherung.

Deshalb hat die Initiative zunächst einmal das Straßenfest auf die Beine gestellt. So können sich Nachbar*innen und Gleichgesinnte kennenlernen und gemeinsam Ideen sammeln.

Die drei Straßen Eleonorenstraße, Minister-Stüve-Straße und Jacobstraße wurden am Tag des Festes für Autos gesperrt, alles wunderbar geschmückt und jede Menge Essen vorbereitet und überall auf Tischen ausgebreitet. Die Straßen luden ein; zum Beisammensitzen, um sich mit Bekannten zu unterhalten oder Unbekannte kennenzulernen.

Ein langfristiger Traum vieler Anwohner*innen wäre, dass die Straßen des Kiezes dauerhaft für Autos gesperrt würden. Denn wären nicht alle Autoparkplätze direkt vor der Haustür, sondern 10 Minuten entfernt, würde man es sich drei Mal überlegen, ob man nicht lieber doch das Rad nehmen will. Dann wäre es auch plausibler, sich nicht ein Auto alleine zu leisten, sondern eines mit mehreren Leuten zu teilen. Kinder und alte Menschen könnten sich sicherer bewegen und hätten so auch mehr Freiraum. „Und da fange der dringend notwendige Wandel an!“, meint Andreas, einer der Organisatoren.

Viele Bewohner*innen Lindens stehen der Initiative jedoch auch kritisch gegenüber. Sie werfen ihr Gentrifizierung vor und haben Angst vor einer Steigerung der Mietpreise. Sie argumentieren: Je mehr Müll rumliege, desto günstiger die Mieten. Eine große Hoffnung der Initiator*innen ist es, dass auch diese Stimmen gehört, die Kritik ernst genommen und in das gemeinschaftliche Handeln integriert werden können, so Olli Thiele, einer der Veranstalter. Denn auch gegen Mieterhöhungen und Enteignung durch Inverstor*innen könne man in der Gemeinschaft und mit guter Vernetzung besser vorgehen als alleine und isoliert.

Auf dem Straßenfest gab es viel zu erleben: ein Live-Straßenkonzert, diverse Straßen- Schachfelder, Urban Gardening und werkeln mit Transition Town Hannover, Skateboard Rampen, Yoga auf der Straße und Lastenräder zum Probefahren. Dazu noch Diskussionen über die mögliche Zukunft von Linden und natürlich  der KLAK-T-Shirt-Siebdruck sowie abends das Fahrradkino!

Sehr sichtbar an diesem Tag waren die Kinder. Auch sie konnten sich kennenlernen und überall spielen, auf Rollern und Skateboards fahren und einfach wild sein. Irgendwann abends lag der Sohn von Olli auf seinem Skateboard mitten auf der Straße, mit den Kopf auf seinem Fußball gebettet und schien einzuschlafen. Als Olli zu ihm hinging und sagte: „Mein Schatz, du bist doch ganz müde, wollen wir mal nach Hause gehen?“, sagte er: „Aber Papa, wir sind doch zu Hause.“

Und genau darum geht es!


Feuchtfröhliche Wetterlage beim Fahrradkino #5 in Köln

04.06.2018

Feuchtfröhliche Wetterlage beim Fahrradkino #5 in Köln

Bei unserem 5. KLAK Fahrradkino – Tourstopp in Köln hatten wir eine Erfahrung der besonderen Art. Bisher waren wir verwöhnt gewesen mit stets prallem Sonnenschein. Dieses Mal jedoch war alles anders. Nachdem wir bei 36 Grad schweißüberstömt alles aufgebaut hatten, kam, was die Wetter-App mehr als deutlich angekündigt hatte, wovon wir jedoch gehofft hatten, dass es ein Irrtum sei:  das Gewitter. Donner, Blitz und daumengroße Regentropfen zwangen uns unter jegliche Art von Unterschlupf. Nach dem gröbsten Regensturz, dachten wir es wäre vorbei und irrten uns erneut. So waren wir den gesamten Nachmittag über damit beschäftigt immer wieder auf – und abzubauen, je nach Wetterlage.

Kurz drohte das Fahrradkino im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser zu fallen. Doch wir gaben nicht auf und es hat sich gelohnt! Das Gewitter zog irgendwann doch weiter und wir konnten den Abend noch mit allen Programmpunkten und unseren Klimakurzfilmen genießen. Besonders unser Siebdruck erfreute sich großer Beliebtheit und Jung und Alt fand ein T-Shirt inklusive Motiv, das er*sie sich selbst mit Anleitung bedrucken konnte. Anfänger*innen wurden zu Expert*innen und brachten sich gegenseitig bei, wie die Instrumente zu verwenden sind und wie die Farbe auf dem T-Shirt am besten zur Geltung kommt. Genau wie wir es uns gewünscht hatten!

Auch dieses Mal fand die Veranstaltung wieder an einem ganz besonderen Ort statt. Das Kölner Odonien ist ein Kulturzentrum, Veranstaltungsort, Freiluftatelier und Werkstatt, aber vor allem ein Freiraum für Kreativität und Kunst. Betritt man Odonien, mutet es auf den ersten Blick an wie ein etwas verrückter Schrottplatz. Der Künstler Odo Rumpf gründete es bereits vor Jahrzehnten und mittlerweile ist es in Köln eine Institution. Riesige Statuen, Gebilde, Installationen und kleine kreative Besonderheiten lassen einen staunen und die Zeit vergessen. Man kann sich in Odonien verlieren, herumwandern und entdeckt jede Sekunde etwas Neues. Aus alten Fahrradsitzen und einem alten Rollstuhl wird ein gemütlicher Sessel, aus alten Rohren ein Baum, aus verschrotteten Autos, Gittern und Betonklötzen wird ein riesiger Turm, von dem eine alte Schiene eine Hochseilbahn bildet, auf der ein filigranes Metalltier balanciert. Das toll gebaute Toilettenhäuschen ist umrahmt von einem Metallgitter, was es wie einen Raubtierkäfig aussehen lässt und das Waschbecken darin besteht aus einer alten Schubkarrenschale. In den Kunstwerken wachsen und ranken sich Pflanzen als Teil des Gesamtwerkes. Die alten Industrieteile scheinen mit der Natur zu verwachsen und bilden so eine aussagekräftige Symbiose.

Um die künstlerische und handwerkliche Arbeit zu strukturieren und zu vereinfachen, gibt es Sammelstationen für alle verschiedenen Materialien – Holz, Metall und was das Herz sonst noch begehren könnte. Jedes Mal wenn wir für unsere Arbeit etwas benötigten, zogen wir einfach zu der Sammelstation los und fanden das gesuchte Stück.

In Odonien herumzustreifen machte uns erneut bewusst wie wichtig Platz ist. Denn Odonien bietet einen riesigen Raum dafür, „Müll“ aufzubewahren. So wird den aussortierten Teilen die Chance gegeben zu etwas Neuem verwertet zu werden und damit wieder einen Sinn zu erlangen. Altes muss also nicht sofort weggeschmissen werden um Platz zu schaffen, sobald es nicht mehr genutzt wird. Stattdessen gibt es den Luxus des Raumes, der es ermöglicht einem Objekt für eine Zeit auch ohne Nützlichkeit aufzubewahren und zu warten, bis es später doch wieder irgendwo eingesetzt werden kann. Vielleicht in einem völlig neuen Zusammenhang – als Blatt eines Baumes, als Gesicht einer Figur oder als Sitzmöglichkeit für Gäste.

Diese Räume sind für Städte wertvoll, da dort einerseits Müll neu verwertet werden kann und andererseits da Menschen sich dort ausprobieren und Inspiration für Zuhause und ihr eigenes Leben finden können. Sie können dort umdenken lernen und ihren eigenen Alltag hinterfragen und es wird ihnen dabei eine Alternative angeboten. In den meisten Städten werden diese Räume immer weniger, was für nachhaltige Lebensweisen nicht förderlich ist.

Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir die Chance hatten ein Teil dieses großartigen Ortes zu sein und hier unser Fahrradkino abhalten konnten. Trotz des regnerischen Tages kamen viele Menschen und strampelten so fleißig, dass nicht einmal auffiel, dass es Couch-Potatoe-Wetter war– im Gegenteil, die fleißigen Kölner*innen erstrampelten einen neuen Rekord! Die Batterie wurde trotz Kino um 15% aufgeladen!

Ein toller Tag, vielen Dank an euch!

Unseren Videobeitrag über das Event und The Good Food Köln gibt es in Kürze. Freut euch drauf!


Grosse Premiere unserer Klimakurzfilme

16.04.2018

Grosse Premiere unserer Klimakurzfilme

Dieses Wochenende fand die Premiere unserer KLAK-Klimakurzfilme statt, bei der die fertigen Filme dem Publikum auf großer Leinwand präsentiert wurden. Eingeladen waren die jungen Drehbuchautor*innen, die Filmteams, die Jurymitglieder, Förderer*innen, und viele mehr!

Eines ist sicher: die Filme waren voller Überraschungen. Ein Aschenputtel, das seine Wohnung in die Luft jagt, ein Manager, der am Strand von den Fluten verschlungen wird und ein Film aus Filmmüll, der sich auch noch um Filmmüll dreht.

Neben einem Stop- Motion- Film gab es animierte und teilanimierte Filme, ein neuinterpretiertes Märchen, Doku und einiges mehr. Das Publikum war begeistert und endlich konnten alle das Ergebnis ihrer Arbeit des letzen Jahres bewundern– es hat sich gelohnt!

Die Filme konnten mit viel Kreativität und vor allem äußerst guter Qualität überzeugen. Kameraführung, Regie und Schauspielerei waren allesamt auf einem sehr hohen Niveau. So einige Lacher wurden dem Publikum entlockt, die bis hin zur „Aftershow“-Party auf der Dachterasse für gute Stimmung sorgten.

Insgesamt ein großer Erfolg, der die Freude und Aufregung steigen lässt – ab dem 9. Mai starten wir mit allen Filmen und einem bunten Rahmenprogramm auf die bundesweite Fahrradkinotour. Der erste Tourstopp und öffentliche Premiere der Kurzfilme findet am 9. Mai in Kiel statt. Viel Spaß und Dazulernen sind garantiert!

Die KLAK Klimakurzfilme werden ab Mai (nach der Premiere) online zur Verfügung stehen!

Die Tourdaten gibt es hier.


Fahrradliebe auf der VELO Berlin

10.04.2018

Fahrradliebe auf der VELO Berlin!

Endlich ist es soweit! Am Wochenende vom 14. – 15.04. findet  auf dem Tempelhofer Feld die VELOBerlin statt, eine riesen Messe rund ums Fahrrad und urbane Mobilität. Neben 300 Austeller*innen, mit ihren e-bikes, Trekking- und Rennrädern sowie Travel – und Adventure Ausrüstung jeder Façon, gibt es das Testivalgelände (inkl. Modular Pumptrack, Minidrome, Mountainbike Parcours), auf dem fast jedes Exemplar probegefahren werden kann!

Vor allem aber finden jede Menge Aktionen und aufregende Shows statt: Samstag von 18:00 – 19:30 Uhr richten die Cargo Bike Fans Berlin die CargoBikeParade & Demo für bessere Cargobike-Infrastruktur aus, bei der alle gemeinsam durch die Stadt radeln und für bessere Bedingungen für Radfahrende und Fußgänger*innen demonstrieren. Am Sonntag ab 11:30 Uhr findet dann das 4. International Berlin Cargo Bike Race 2018 statt! Spaß beim Mitfahren sowie beim Zuschauen ist auf jeden Fall garantiert.

Wer das Fahrrad nach der Winterpause wieder fit für den Straßenverkehr machen möchte, kann an beiden Tagen zum ADFC Frühlings-Check kommen. Dort prüfen ADFC-Mechaniker*innen Fahrräder auf Verkehrssicherheit und machen Licht- und Bremsanlagen wieder voll funktionsfähig. Auch kleinere Reparaturen werden kostenlos vor Ort erledigt.

Neben all den aufregenden Events geht es aber, wie bei unserem KLAK-Projekt, vor allem darum, die Zukunft aktiv und nachhaltig zu gestalten! Dem Fahrrad als Teil dieser Zukunft wird von allen Seiten Raum gegeben, und gezeigt was bereits möglich ist und was noch möglich gemacht werden muss. Initiativen, Verbände, Organisationen und alle Radfahrenden selbst sind Teil dieser Bewegung, die am Wochenende gefeiert wird.


Liebe deinen Abfall

27.03.2018

Liebe deinen Abfall

Coline Billon, die Gründerin von „La Tricyclerie“ erschafft die urbane Logistik der Zukunft. Ihre Idee beinhaltet die Lust am Fahrradfahren und Müll, der zu Dünger wird. Was genau das bedeutet?

Mehrmals pro Woche fahren sie und eine Schar Freiwilliger in ihrer Heimatstadt Nantes mit dem Lastenfahrrad zu Restaurants, Büros und Events. Dort holen sie ökologische Abfälle ab und bringen sie zu nahegelegenen Kompoststellen. Der dort gewonnene Kompost wird dann als Dünger für Landwirtschaft und Gartenprojekte genutzt. So einfach kann es gehen.

Obwohl der Bioabfall eine außergewöhnlich wertvolle natürliche Ressource ist, wurde er in Nantes vorher größtenteils verbrannt. Das wollte Coline Billon mit einem neuen sozialen und solidarischen Projekt ändern.

Bei ihren Abholtouren verwandeln die Kompostabholer*innen den Müll wieder in eine wertvolle Ressource. Was sonst für immer verloren wäre, wird bei ihnen wieder in den natürlichen Lebensmittelkreislauf eingeschleust. Nebenbei vernetzen sie die Stadtteile und es entsteht Gemeinschaft, wo vorher nur überflüssiger Müll war. Und das alles ganz ohne Schadstoffausstoß – eine ziemlich geniale Idee!

Wenn ihr mehr erfahren wollt, dann könnt ihr die Homepage von „La Tricyclerie“ besuchen, die es leider bisher nur auf Französisch gibt. Oder ihr versucht es auf Facebook, wo man euch auch gerne auf Englisch antwortet.


Die Schokofahrt - emissionsfrei Lebensmittel transportieren

19.03.2018

Die Schokofahrt – emissionsfrei Lebensmittel transportieren

Mal angenommen, es wäre möglich den ganzen CO2 -Ausstoß beim Transport unserer Lebensmittel zu vermeiden und stattdessen jede Menge Spaß zu haben. Das ist keine fixe Idee, sondern die Realität:  Anstelle von LKWs und riesigen Containerschiffen, geht es hier um Menschen und ihre Lastenräder.

„Ein bunter Haufen begeisterter Menschen auf Fahrrädern, der gerne gute Schokolade isst“ trifft sich in verschiedenen Städten Deutschlands und Österreichs und fährt auf Lastenrädern  gen Holland los, um sich dann alle gemeinsam bei den Chocolatemakers in Amsterdam einzufinden. Die Schokolade, die sie dort abholen ist unter biologischen, nachhaltigen und fairen Bedingungen angebaut, geerntet und gehandelt. Außerdem hat sie den Weg aus der Karibik nach Europa emissionsfrei per Segelschiff ausschließlich mit Windkraft zurückgelegt. Das letzte Stück des Weges meistert die Schokolade dann auf den Lastenrädern, auf denen sie in die Heimatstädte zurück transportiert und dort entweder direkt von den Radler*innen verspeist oder an bestimmten Orten verkauft wird.

Anstelle die Umwelt weiter zu verschmutzen, werden so Menschen, Ideen und Projekte miteinander verbunden und Lebensmittel gewertschätzt.

Dieses Jahr findet die Tour Ende März statt – am 31. März trifft man sich bereits in Amsterdam. Falls du noch kurzfristig versuchen willst dabeizusein, findest du hier Infos darüber, ob es in deiner Gegend bereits eine der dezentral organisierten Gruppen gibt – ansonsten nächstes Jahr! Noch mehr Infos zur Fahrt, einen Trailer und Erfahrungsberichte findest du auf der Homepage von der Schokofahrt.

Foto: Simon Chrobak / Lasse – dein Lastenrad für Münster

Foto: Simon Chrobak / Lasse - dein Lastenrad für Münster